Die folgende Geschichte ist thematisch verwandt mit der letzten und vorletzten - irgendwie.Ein Doppelleben führen zu müssen (/wollen) - aus welchen Gründen auch immer - ist nicht so einfach. Dass man sich auch sehr dämlich anstellen kann, zeigt der Fall des republikanischen Abgeordneten im Repräsentantenhaus des Staates Washington
Richard Curtis, 48, und seiner "
casual acquaintance" Cody Castagna, 26.
Curts war in der schönen Stadt
Spokane zu Gast, in der die Republikaner ihr Program für die kommende Saison festzurren wollten und ging nach Feierabend, wie sich das gehört für einen Familienvater von zwei Töchtern, in eine Erotikvideothek. Dort traf er auf Cody Castagna, 26, den er überzeugte, ihn auf sein Zimmer zu begleiten.
Nun wirds jedoch kompliziert: Curtis gab später gegenüber Polizei zu Protokoll, es sei zum Äußersten gekommen, Castagna habe ihm seine Brieftasche abgenommen und ihn um 1.000 Dollar und später weitere 800 erpressen wollen, anderenfalls wollte er an die Öffentlichkeit gehen und Curtis' alternativen Lebenswandel publik machen. Einer lokalen Zeitung sagte der Politker jedoch, Sex habe nie stattgefunden und - natürlich - er sei nicht schwul. Nun ist die Definition von Sex in den USA ja seit der
Clinton-Doktrin umstritten; die von Erpressung offenbar nicht, denn der Anwalt von Mr. Castagna sagte, die Aktionen seines Mandaten "erreichten nicht die Ebene von Erpressung", was ja praktisch ist, denn Erpressung wäre eine Straftat.
Stellt sichh die Frage: Warum hat Curtis nicht bezahlt sondern die Polizei gerufen? Jedenfalls war der junge Mann nicht zufrieden mit seiner Ausbeuteund ging an die Öffentlichkeit.
Was sich wiederum auch nicht als so clever herausstellt, wenn man unter seinem echten Namen eine kleine aber feine wenn auch lokale Pornokarriere verfolgt (
"Damon Blows America #3"," Seattle Frat Boys", "Seattle Wet Summer") und bereits verurteilt wurde, weil man einer
Frau ihre Glucksspielgewinne gestohlen hat. Oder ist das eine Marketingstrategie?
Fast nicht erwähnen muss man, dass Richard
Curtis - natürlich - sowohl gegen ein Gesetz zum zivilrechtlichen
Schutz von Schwulen und Lesbierinnen als auch gegen ein Gesetz zur
"Domestic Partnership" stimmte. Er wurde zudem bereits erwischt, als er unter seinem
Anzug Frauenkleider trug. Seine Mitarbeiter nennen ihn angeblich "Crossdresser".
Castagnas Fotos und Videos kursieren derzeit heftig in einschlägigen Blogs (die hier hier natürlich aufgrund ihres Einschlags nicht verlinkt werden können). Die homosexuelle Bloggerszene scheint nichts so sehr umzutreiben, wie die Frage, wie eigentliche ein 26jähriger untenrum aussieht, der es mit einem konservativen Lokalpolitiker getrieben hat.
Get a life!
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